Die Initiative PRO Feuerwehrhaus Tegernsee ruft auf:

Es ist möglich, das einmalig schöne Feuerwehrhaus und den dortigen Spielplatz zu erhalten!

Dieses wirklich markante Gebäude wurde 1928 fertiggestellt, erbaut von dem Tegernseer Architekten und Baumeister Lorenz Hofmann, Erbauer zahlreicher prominenter z.T. denkmalgeschützter Häuser und Villen am See, u.a. dem Ludwig-Thoma-Haus auf der Tuften. Hofmann war Schöpfer des sog. Heimat- oder auch Gebirgsstils und prägte in seiner Zeit hierdurch das architektonische Erscheinungsbild des Tegernseer Tales.

Nähere Informationen hierzu unter dem Menüpunkt ‚Geschichte‘.

Leider wurde das Feuerwehrhaus unverdienterweise - angesichts einiger feuerwehrtechnisch bedingter Umbauten in der Vergangenheit - nicht unter Denkmalschutz gestellt, was sowohl unter Einheimischen als auch unter Gästen auf vollkommenes Unverständnis stößt!

Die Stadt Tegernsee hat sich nun entschlossen, das historische Feuerwehrhaus abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, obwohl die von der Stadt in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergeben hat, dass ein Erhalt möglich ist!

Wir wollen eine Lösung, die allen Aspekten Rechnung trägt!

Hierzu hat sich eine Initiative von Tegernseer Bürgern gegründet, die für diesen Weg wirbt.

Es ist möglich, das einmalig schöne Feuerwehrhaus und den dortigen Spielplatz zu erhalten!

Die Machbarkeitsstudie im Auftrag der Stadt Tegernsee zeigt:

Es ist möglich, das einzigartige Feuerwehrhaus so umzubauen und zu erweitern, dass ein voll funktionsfähiger Komplex entsteht, der auch noch viel kostengünstiger als ein Total-Abriss und Total-Neubau wäre!

Mit dem gesparten Geld könnte man auch noch problemlos die in der Machbarkeitsstudie optional vorgesehene Tiefgarage realisieren und so den idyllischen und beliebten Spielplatz dort retten!

Wir achten die Arbeit der Feuerwehr und sind dafür, dass sie dafür die notwendigen Räumlichkeiten, Flächen und Ausstattungen erhält.

Wir respektieren auch die Absicht der Stadtratsmehrheit, die Wünsche der Feuerwehr weitest möglich zu erfüllen, auch als Dank für ihren gemeinnützigen Einsatz.

Dabei sind dem Stadtrat aber andere öffentliche Anliegen aus dem Blick geraten.

Spielplatz Tegernsee

Derzeit ist geplant:

  • Abbruch des heutigen Feuerwehrhauses
  • Errichtung eines erheblich größeren Neubaus
  • Beseitigung des Kinderspielplatzes für einen Parkplatz mit 30 Stellplätzen für die Feuerwehrleute
  • Kosten ca. 6.250.000 € (zusätzlich die Kosten der vorübergehenden Unterbringung in unbekannter Höhe)

Wir appellieren an den Stadtrat und an die Feuerwehr, das Projekt auf das notwendige Maß zu beschränken:  Umbau und Erweiterung des heutigen Hauses statt Abbruch und Neubau.

Unsere Hauptgründe:

  • Das heutige Feuerwehrhaus ist anerkannt schön und prägt das traditionelle Ortsbild der Stadt Tegernsee. Sein Erhalt ist ein vordringliches öffentliches Anliegen - wenn es damit eine Lösung für die Feuerwehr gibt.
  • Diese Lösung gibt es. Die im Auftrag der Stadt angefertigte Machbarkeitsstudie belegt, dass der Bedarf der Feuerwehr mit einem Umbau und Erweiterungsbau auf dem heutigen Gelände gedeckt werden kann.
  • Die Machbarkeitsstudie zeigt weiter auf, dass Umbau und Erweiterung ca. 1.800.000 € weniger Geld kosten würden als Abbruch und Neubau.
  • Dass der Kinderspielplatz für zeitweilig dort geparkte Autos geopfert werden soll, ist unseres Erachtens „aus der Zeit gefallen“. Der Spielplatz ist beliebt, er liegt für viele Familien zentral und nah an Grundschule und Kindergarten (anders als der geplante Ersatz im Kurgarten) und gewinnt noch an Bedeutung, wenn die Familienwohnungen auf dem Krankenhausgelände bezogen sind.
  • Unseres Erachtens gehören die Autos in eine Tiefgarage, gleichgültig für welche Gebäudelösung sich der Stadtrat entscheidet. Die Mehrkosten einer Tiefgarage über die eingeplanten 650.000 € für den Parkplatz hinaus müssen einer jeden Lösung hinzugerechnet werden.
Geplante Variante L

Die Vorteile von Umbau und Erweiterung:

  • Die Feuerwehr würde bekommen, was für ihre Arbeit notwendig ist.
  • Das heutige Feuerwehrhaus bliebe erhalten.
  • Die Kinder hätten weiter ihren Spielplatz – statt einer neuen Autofläche.
  • Bei Umbau und Erweiterung ließe sich durch die Einsparung der 1.800.000 € auch die Tiefgarage problemlos finanzieren.
  • Die durchaus berechtigten Anliegen vieler Bürgerinnen und Bürger und Familien wären berücksichtigt.

DANN HÄTTEN ALLE GEWONNEN.

Wer es genau wissen will - die Machbarkeitsstudie ist hier veröffentlicht.

Von uns bevorzugte Variante J

Die Chronik der freiwilligen Feuerwehr Tegernsee.

Bericht des BR in der Abendschau vom 17.04.18

Initiative PRO-Feuerwehrhaus sagt Danke!

Die Initiative PRO-Feuerwehrhaus dankt allen 1.729 Unterstützern, die sich an der Unterschriftenaktion beteiligt haben, besonders den 533 aus Tegernsee!

Dank der breiten Unterstützung werden wir uns weiter für den Erhalt des historischen und einmalig schönen Feuerwehrhauses von 1927 und des daneben liegenden Spielplatzes einsetzten.
Als nächsten Schritt haben wir bei der Stadt einen Antrag eingereicht, das Feuerwehrhaus der Stadt Tegernsee und den daneben liegenden Spielplatz zu erhalten und der weiteren Planung die Variante "J" der Machbarkeitsstudie zugrunde zu legen.
Wir streben eine Lösung an, die den notwendigen Bedarf deckt. Diese Lösung gibt es, wie die Machbarkeitsstudie in Variante "J" zeigt: Umbau und Sanierung des heutigen Hauses, ein Anbau von Garagen für die größeren Fahrzeuge und die Hinzunahme der 6 Wohnungen. Auch diese Variante wurde mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt. Sie erfüllt alle Vorgaben der Unfallverhütungs-Vorschriften!
Lediglich der Raumbedarf, der von einer Arbeitsgruppe der Feuerwehr festgelegt wurde, müsste kritisch hinterfragt und angepasst werden. Dazu haben wir festgestellt, daß der gewünschte Raumbedarf erheblich über die Anforderungen und Richtwerte der deutschlandweiten "DIN 14092-1 für Feuerwehrhäuser" hinausgeht und Fläche eingespart werden könnte! Die neu gewonnenen Erkenntnisse haben wir dem ersten Bürgermeister der Stadt Tegernsee Johannes Hagn sowie allen 16 Stadträten zukommen lassen. In der nächsten Stadtratssitzung am 6.11.2018 wird über unseren Antrag beraten. Das Ergebnis muss zunächst abgewartet werden.
Sollte es nicht in unserem Sinne ausfallen, muss über ein Bürgerbegehren nachgedacht werden.
Es ist nicht zu spät für eine gute Lösung!

Aktuelles

Hier finden Sie unseren Antrag an die Stadt Tegernsee zum Erhalt der Feuerwehrhauses
Desweiteren können Sie sich hier über die Anforderungen an eine Feuerwehr laut DIN 14092-1 für Feuerwehrhäuser informieren.

Stellungnahme der Initiative Pro-Feuerwehrhaus zur Stadtratssitzung am 6.11.2018

Wir waren als Zuhörer entsetzt über das Benehmen einiger Ratsteilnehmer. Als Heino von Hammerstein, immerhin Jurist und zweiter Bürgermeister, seine Ausführungen pro Erhalt FWH, pro Tiefgarage und pro Spielplatz erläuterte, verdrehten einige die Augen, schauten genervt an die Decke und begannen mit anderen zu ratschen! Das ist einem solchen Gremium und der Bedeutung des Themas absolut unwürdig und beschämend!

Auch scheint Herr Hagn bis heute nicht verstanden zu haben, worum es uns mit der Kritik am Raumprogramm geht:
Wir wollen das schöne Feuerwehrhaus erhalten! Im Bestandsbau besteht einfach nicht unendlich viel Platz und deshalb müssen die Raumforderungen auf ein vernünftiges Maß reduziert werden (jedoch DIN getreu). Deshalb wollen wir Gemeinschaftsräume zusammenlegen und erteilen einem Fitnessraum eine klare Absage. Wenn Herr Hagn nicht über „zwei Kloschüsseln hin oder her“ diskutieren will, hat er nicht verstanden, daß eine dreifach Ausführung von Toiletten im Bestandsbau einfach keinen Platz hat! Auch das ständig angebrachte Argument, der zur Verfügung stehende Raum ergibt sich aus dem Bedarf im Erdgeschoss, gilt doch nur für einen möglichen Neubau! Im Bestandsbau ist der Platz im Erdgeschoss nicht verhandelbar....deshalb muss man auch im Obergeschoss haushalten.
Dass dies aber darstellbar ist, haben wir mehrfach nachgewiesen!
(Siehe Kritik am Raumprogramm)
Es bestand seitens des Stadtrats keinerlei Interesse, das historische FW- Haus und den danebenliegenden, idyllischen Spielplatz zu erhalten und so die Wünsche von über 500 unterzeichnenden Tegernseern ernst zu nehmen! Die Variante J wurde als eine praktikable Variation in der Machbarkeitsstudie entwickelt. Die Regierung von Oberbayern hat die Machbarkeit bezüglich Mindestanforderungen bestätigt. Die Unfallverhütungsvorschriften lassen in Bestandsbauten einen gewissen Spielraum zu! ( im Anbau ohnehin erfüllt) Was wäre eigentlich passiert, wenn das Feuerwehrhaus noch unter Denkmalschutz stünde?
Hätte man sich dann auch so gewunden und die ‚Variante J‘ als nicht realisierbar bezeichnet?
Oder hätte man sich aufs Wesentliche beschränkt und eine funktionierende Wehr mit Tiefgarage und Erhalt des historischen Gebäudes und des Spielplatzes plötzlich doch hinbekommen?

Der Erbauer Lorenz Hofmann (1866 - 1927)

Der Erbauer des 1928 fertiggestellten Feuerwehrhauses war Lorenz Hofmann.
Er gehörte neben Degano, Perger und anderen zum Vorreiter des alpenländischen Gebirgsstils. Ihre Bürgerhäuser und Herrschaftsvillen prägen zusammen mit den typischen Einfirsthöfen das Tegernseer Tal und sein Umland. Sie sind in Schönheit und Funktion einmalig und aus unserer Gegend nicht wegzudenken.
Sein Vater Josef Hofmann gründete 1861 ein Baugeschäft an der Hochfeldstraße in Tegernsee. Er war auch der Besitzer der Ziegelei in Ostin. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Lorenz, geb. am 21.4.1866, das Geschäft. Noch heute erinnert der nach ihm benannte Hofmannweg an den bedeutenden Tegernseer Baumeister. Zuerst übernahm er den Umbau des Sengerschlosses (beim ‚Das Tegernsee'), dann die Bauausführungen von Häusern, die Gabriel Seidl geplant hatte. Es waren die prächtige Fabervilla in Tegernsee, der Steimetzanbau und der Umbau des Ludwig-Ganghofer-Hauses am Leeberg. Nach eigenen Plänen folgten die Häuser von Staudacher, Mariacher, Villa Seidenader, Perron, Villa Rosa, das ehemalige Bahnhotel Niggl, die Schießstätte, Dengg-Villa und sein eigenes Haus an der Hochfeldstraße, unverändert bis heute erhalten direkt neben dem Spielplatz. Auch am berühmten Thoma-Haus auf der Tuften war er zumindest beteiligt! In Rottach Moralt-Villa, Weckerlein, Bachmair, Seerose, Kürschner-Maier, Überfahrtssaal und Bachmair-Weißach. In Wiessee u.a. der Grundnerhof (Merk) und in Gmund zum Beispiel Haus Toelle-Kainzenhof, Hanfstängel und Volkhard.
Unsagbar viel verdankt das Tegernseer Tal seinem Wirken!
"Hofmann verstand es meisterlich, seine Bauten dem Landschaftsgemeinbild so einzufügen, wie es im Tegernseer Land zuvor allein die Klosterbaumeister vermochten."
So schrieb ein W.v.R. im Nachruf von 1927, dem Jahr in dem er sein letztes Werk, das Tegernseer Feuerwehrhaus, schuf. Seine Bauten zeugen heute noch von seinen Ideen und seiner Kunst. Jeder seiner Baupläne hatte eine eigene besondere Note, typisch seine Vorplätze, Dielen und Altanen.
Von Jugend an zog es ihn in die Natur. Er liebte die Berge und die Jagd, vor allem war er ein Heger und Pfleger des Wildes. Im Ort war er auch als großer Wohltäter bekannt, beliebt bei seinen Angestellten.
So folgte auch eine große Trauergemeinde seinem Sarg, als der überraschend im Nov. 1927 gestorbene Baumeister im Tegernseer Friedhof zu Grabe getragen wurde. Viele seiner Bauten stehen auch in der pitoresken Rosenstraße in Tegernsee.
(frei nach Beni Eisenburg)

Ensemble Rosenstraße. Der rechten Uferseite des Alpbaches folgend, liegt die Rosenstraße zwischen dem ehem. Klosterbereich der Benediktinerabtei Tegernsee und der alten Gemarkung Hoffeld. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert errichteten hier im Kloster beschäftigte Handwerker ihre Wohnstatt.
Diese Tradition wurde auch nach der Säkularisation beibehalten, da sich die folgende, fremdenverkehrsbezogene Bauentwicklung Tegernsees im 19. Jahrhundert vorwiegend in Ufernähe bzw. in Sichtbeziehung zum See vollzog. Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden an der Nordseite der Rosenstraße, neben den bereits bestehenden Anwesen Rosenstraße 11/13, zumeist giebelseitig gestaffelte Wohn- und Geschäftshäuser, die auf der Südseite der Straße zum Alpbach kleine Gärten besaßen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden dann auch die Grundstücke auf der Südseite der Straße bebaut.
Die um die Jahrhundertwende - zumeist von dem in Tegernsee ansässigen Baumeister Lorenz Hofmann - errichteten Gebäude wurden dabei sämtlich im Sinne eines Heimat- oder Gebirgsstils gestaltet. Der bis zu diesem Zeitpunkt nicht ortsübliche Haustyp des Wohn- und Geschäftshauses sollte durch dieses Stilmittel - hölzerne Balkenköpfe, Front- und Giebellaube, verbrettertes Giebelfeld, Standerker und Lüftlmalereien - an den Typus oberbairischer Bauernhäuser angeglichen werden. Selbst bereits bestehende Gebäude, wie die Anwesen Rosenstraße 11/13, wurden in diesem Sinne umgestaltet. Charakteristisches Beispiel hierfür sind die Versetzung eines Bildstockes aus dem 16. Jahrhundert in den Vorgarten eines Geschäftshauses sowie das Anpflanzen von Nadelbäumen. Außerhalb der reinen Fremdenverkehrszone entlang der Uferstraße mit ihren Sommerfrisch- und Landhäusern, den Villen, Hotels und Fremdenpensionen entstand das kleine Geschäftszentrum in der Rosenstraße als neu geschaffener "alter Dorfkern", der seine äußere Gestalt der umgebenden Fremdenverkehrswelt und ihrer vorgeprägten Vorstellung eines oberbayerischen Dorfes entsprechend abgestimmt hat.

Kontakt

Die Initiatoren:

  • Marcus Staudacher,Tegernsee
  • Petra Schmid,Tegernsee
  • Isotte Herb,Tegernsee
  • Barbara Staudacher,Tegernsee
  • Sabine Mandl,Tegernsee

Email: info@feuerwehrhaus-tegernsee.de

Tel: 08022-937858

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